Zu Fuß durch eine grüne Farbpalette – Die schönsten Wanderungen in Sri Lanka
Eine Auswahl von fünf Wanderstrecken, um die natürliche Schönheit der Insel zu erleben. Zwischen Reisfeldern, Teeplantagen und atemberaubenden Ausblicken gibt Sri Lanka allen, die sich auf die unbefestigten Wege wagen, die Vielfalt seiner Natur preis.
Auf den Spuren des Ella-Felsens
Ella-Felsen, so wird der Gipfel genannt, der die gleichnamige Stadt überragt. Den atemberaubenden Ausblick vom Gipfel muss man sich erst verdienen. Aber es lohnt sich, denn nicht nur der Ausblick am Ende des Weges, sondern auch die Landschaften während des Aufstiegs sind die Anstrengung wert. Über mehr als fünf Kilometer geht es einen steinigen Pfad entlang, der bisweilen auf Bahnschienen mündet. Mit ein bisschen Glück stößt man dort auf einen Bummelzug, der sich langsam den Felsen hinauf müht. Die Passagiere an den Fenstern winken den Wanderern zu und muntern sie für den weiteren Weg auf. Ein Stück weiter gibt eine hübsche Brücke freie Sicht auf die Reisfelder. Dann kommen die in sattem Grün leuchtenden Teeplantagen. Der Anstieg ist so steil, wie der Ausblick vom Gipfel atemberaubend ist. Die Stadt Ella wirkt aus dieser Höhe sehr klein. In der Ferne erhebt sich Little Adam’s Peak ... Vielleicht das nächste Wanderziel?

Eine Trekkingtour für die ganze Familie auf dem World’s End Trail
Diese Strecke durch den Horton-Plains-Nationalpark sollte man früh am Morgen angehen. Wer sich später am Tag auf den Weg macht, läuft Gefahr, in den Nebel zu geraten. Sicher, die Wolken verleihen der Landschaft eine ganz besondere Atmosphäre. Dennoch wäre es schade, nichts von dem berühmten Panorama am Ende der Welt zu sehen. An klaren Tagen hat man am Rand des Abgrunds den Eindruck, am Ende der Welt zu stehen. Einige behaupten sogar, es handele sich um den schönsten Ausblick in ganz Sri Lanka. Aber dieser einzigartige Aussichtspunkt ist nicht das einzige Juwel dieser Wanderstrecke. In dieser geschützten Natur verbirgt sich hinter jeder Wegbiegung eine neue Landschaft. Ebenen, Wälder und Berge wechseln sich auf dem acht Kilometer langen Rundweg ab. Hinter Bäumen und Büschen versteckt beobachten der Sambar-Hirsch und das Sri-Lanka-Riesenhörnchen die Wanderer. Ob diese die Tiere entdecken?

Wie ein Pilger auf den Adam’s Peak
Der Adam‘s Peak ist mehr als nur ein Berg: Er ist einer der heiligen Gipfel des Landes. Jeden Tag bewältigen Dutzende Pilger – Buddhisten, Hindus und Moslems jeden Alters – die 2200 Meter bis zur Spitze, wo ein Heiligtum die Fußabdrücke einer Gottheit birgt. Einige sehen darin den Fußabdruck Adams. Für andere ist es die Spur Buddhas 1216108699oder Shivas. Hier geht es nicht wirklich um die Strecke und auch nicht um den Ausblick. Wer die 15 000 Stufen des Adam’s Peak erklimmt, schlüpft in die Haut eines Pilgers. Nachts steigen sie die lediglich von Girlanden erhellte Treppe zum heiligen Ziel hinauf. Lieder werden angestimmt, um sich Mut für den Aufstieg zu machen. Und endlich ist das Ende des mühsamen Weges erreicht: die letzte Stufe. Der Sonnenaufgang auf dem Gipfel entschädigt Gläubige und Wanderer für die Strapazen.

Lipton's Seat oder das Tee-Imperium
L’année 1867 marque la naissance du thé au Sri Lanka. Importés de Chine, les premiers arbustes sont plantés dans la région de Kandy. De nos jours, le pays est devenu le troisième producteur mondial de ces feuilles parfumées tant appréciées de tous. Depuis le belvédère de Lipton, connu comme l’endroit préféré du créateur de la célèbre marque, le panorama sur les plantations est saisissant. Le vert des arbres s’étale à perte de vue, seulement troublé par les touches de couleur que sont les tenues des femmes travaillant entre les allées. Une descente de 7km permet d’aller à leur rencontre. Sur le chemin qui traverse la plantation, il n’est pas rare de se faire arrêter par le sourire des cueilleuses.1867 ist das Geburtsjahr des Tees in Sri Lanka. Die ersten, aus China importierten Teesträucher wurden in der Region um Kandy gepflanzt. Heute ist Sri Lanka der weltweit drittgrößte Produzent der allseits beliebten parfümierten Blätter. Von „Liptons Sitz“ aus, dem Lieblings-Aussichtspunkt des Gründers der berühmten Teemarke, ist der Ausblick auf die Teeplantagen ergreifend. Nichts als das Grün der Bäume, soweit das Auge reicht, nur hier und da bewegen sich kleine farbige Punkte: die bunten Gewänder der Frauen, die in den Alleen der Plantagen arbeiten. Ein sieben Kilometer langer Abstieg führt direkt zu den bunten Punkten und auf dem Weg durch die Plantage werden die Wanderer nicht selten von den Pflückerinnen mit einem Lächeln begrüßt. Für einen kurzen Moment erhaschen sie einen Blick auf die Geschicklichkeit, mit der die Frauen die Blätter auswählen und pflücken. An der Teefabrik der Stadt Dambatenne am Ende der Strecke gibt die Teeindustrie weitere Geheimnisse preis. Für alle Liebhaber des kostbaren Getränks ist eine Besichtigung ein Muss.

Balkon mit Blick auf dem Pidurangala-Felsen
Wer sagt, dass man leiden muss, um die schönsten Ausblicke genießen zu können? Der Aufstieg zum Pidurangala-Felsen ist von mittlerer Schwierigkeit und lässt sich relativ schnell bewältigen. Dennoch verschlägt einem die Schönheit der Landschaft am Ende des kurzen Weges die Sprache. Geradeaus erhebt sich in der Mitte des Horizonts der Sigiriya-Felsen, ein riesiger Stein, auf dessen Gipfel seine früheren Bewohner ihre Hauptstadt errichtet hatten. Eine technische Meisterleistung, ein kluger Verteidigungsstandort, ein einzigartiges Zeugnis des vergangenen singhalesischen Königreichs … Wenn man gegenüber der Festung steht, ist es schwierig, Worte zu finden, die dieses von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erhobene Wunder gebührend beschreiben.
